31.01. Wir fahren wieder an die Küste, wo wir uns  mit Rosmarie, einer Bekannten von Roswitha und Brigitte aus dem Solistenforum treffen. Es sind mehrere Mitglieder des Forums zur Zeit unterwegs in Marokko. Möglich, dass wir demnächst wieder welche treffen werden.

Als Top Treffpunkt der Strand von Imouran 15 Km vor Agadir

Hier bleiben wir zwei Tage. Einige gute Restaurants in unmittelbarer Nähe


03.02. Heute verabschieden wir uns  von Rosmarie und fahren nach Tiznit. Die Stadt ist von einer 6 Km langen Mauer mit 6 Toren umgeben und hat den Charakter einer typischen Wüstenstadt. Es sind mehrere Campingplätze in der Stadt und alle überfüllt. Es scheint sehr beliebt zu sein unter den französischen Überwinterern. Hier gibt es auch einen Polsterer, der sich auf Wohnmobile spezialisiert hat und Brigitte möchte dort die Rückenlehnen ihres Wohnmobils neu beziehen lassen.

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Wir haben die Küstenregion verlassen. Nicht nur die Landschaft verändert sich, auch das Bild der Menschen. Die Frauen sind oft vollverschleiert mit bunten Tüchern.


Immer wieder hat man sehr nette Kontakte wie zum Beispiel beim Frisör in Tiznit. Wir erzählen uns über dieses und jenes und ich habe das Gefühl er schneidet jedes Haar einzeln. Ein Super Service, und das für 3 €. Vielen Dank nochmal


Tiznit ist auch für die kunstvolle Verarbeitung von Silberschmuck bekannt.


Hier möchte ich noch einen Restauranttipp geben: "A L'ombre du figuier". Ein freundlicher Empfang und vorzügliche Speisen.

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05.02.19. Brigitte muss noch auf ihre Polster warten und deshalb fahren Roswitha und ich schon nach Tafraout vor

Roswitha immer voraus macht das Tempo

Eine landschaflich wunderschöne Strecke hinauf auf ca 1000 mt. steht uns bevor.

 

Auf dem Weg immer wieder kleine einsame Dörfer

Die Strasse ist gut ausgebaut, nur die letzen zwanzig Km wird sie einspurig. Zum Glück kommen uns nur wenige Fahrzeuge entgegen, denn das heisst sich eine Spur zu teilen und auf den unbefestigten Schotterstreifen auszuweichen. Für die ca 100 Km brauchen wir 2,5 Std.

Und dann ist Tafraout in Sicht

Es gibt drei kleine Campingplätze und ausserdem riesige Gelände zum Freistehen. Am Abend kommt jemand  und kassiert 15 Dirham. Täglich bringt ein Tankwagen frisches Wasser. Bäcker Brot und einheimische Frauen traditionelle Speisen. Einen Stellplatz mit so einer Kulisse hatte ich bis jetzt noch nicht gesehen.

Wir haben ein feines Plätzchen zwischen den Palmen

06.02. Tagsüber angenehme Temperaturen von über 20°, nachts sinkt das Thermometer aber bis auf 3°. Ja, wir sind auf ca. 1000 m. Die Bevölkerung von Tafraout ist Touristen gegenüber sehr freundlich. Sie gehört zu dem Berbestamm der Chleuhs. Sie gelten als tüchtige Händler. Am Nachmittag kommt Brigitte nach. Hier werden wir eine gute Woche bleiben. Brigitte und Roswitha wollen einige Reparaturen an ihren Wohnmobilen durchführen lassen. Eine Werkstatt hat sich auf Wohnmobile spezialisiert und vor der Werkstatt warten schon ein Dutzend Fahrzeuge.


Die tradizionelle Bekleidung der Frauen ist schwarz mit bestickten Saumborten

Slider - Auf dem Markt


08.02. Für Heute haben wir einen geführten Ausflug gebucht. Die Fahrt führt bis auf 1700 m und dann durch zwei Täler und die Schlucht Ait Mansur.

Lara darf natürlich mitfahren

Wir werden um 10 Uhr abgeholt und dann geht es zuerst zu den bemahlten Steinen

1984 hat der belgische Künstler Jean Verame mit 18 Tonnen Farbe Felsen blau besprüht. Mit der Hilfe von 30 Feuerwehrmännern über eine Fläche von 2 Quadratkilometer.


Danach geht es erstmal in Serpentinen bergauf.

Wo wir dann diesen Blick geniessen können

 

Eindeutig zu sehen sind hier Anbauterrassen. Zu einer früheren Zeit, als es etwas feuchter war, wurde Weizen angebaut

Hier auch sind die Terrassen gut zu erkennen


Weiter geht es durch Steinwüste.....

.....aber ab und zu setzen Mandelbäume Farbtupfer

Und dann eine Fata Morgana....nein eine echte Oase!

Unser Fahrer lässt uns aussteigen und wir laufen staunend durch die üppige Vegetation.

Lara erfrischt sich im kühlen Nass.....

....unter Beobachtung eines jungen "Einheimischen"

Ruinen der ehemaligen Lehmbehausungen

Rast am Ende der Schluchtenwanderung mit einem Glas "Berber Whiskey"

Wir fahren weiter zu dem Dorf wo wir bei einer Berberfamilie zum Mittagessen erwartet werden

Von den ehemals ca 2000 Einwohnern des Dorfes sind nur 70 geblieben. Die verlassene Lehmhäuser zerfallen.

Hier von der Dachterrasse unserer Gastfamilie sind die traurigen Überreste zu sehen. Die Meisten sind in die Städte abgewandert. Andere wiederum haben sich neuere komfortablere Steinhäuser gebaut.

Ibrahim führt uns an der Moschee vorbei......

....über Stock und Stein....

....durch den Hinterhof zum gastlichen Haus

Lara darf natürlich nicht mit ins Haus. Sie kommt im Hof zu den Hühnern, die verschreckt davon flattern

Wir werden in die "gute Stube" geführt. Früher war es der Stall

Heute ist Freitag und es gibt Couscous

Zum Nachtisch werden wir auf die Dachterrasse gebeten

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Auf dem Rückweg nach Tafraout, teilweise über Schotterpiste, werden wir zum Abschluss des erlebnisreichen Tages kräftig durchgeschüttelt


11.02. Wir sind immer noch in Tafraout und irgendwann ist der Wassertank auch mal leer. Das ist hier auf dem Platz kein Problem der Wassertankwagen kommt ans Wohnmobil


Ausschließlich in sudwesten Marokko wachsen die Arganbäume

Aus dessen Frucht gewinnt man das Arganöl


Tafraout ist auch wegen der produktion von Babuschen bekannt. Die werden auch nach mass angefertigt.


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